Häusliche Gewalt

Gewaltbetroffene

Menschen, die häusliche Gewalt erleben oder miterleben, sprechen oftmals am liebsten mit Gesundheitsfachpersonen über ihre Situation.

Sind Sie oder Personen aus Ihrem näheren Umfeld von häuslicher Gewalt betroffen, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere Ärztinnen und Ärzte. Sie unterstehen dem Berufsgeheimnis, dokumentieren allfällige Übergriffe (physische und psychische), klären Ihre Sicherheit und klären Sie bezüglichen weiteren Beratungsstellen auf.

• Brauchen Sie nur eine Beratung? Die kantonalen Opferhilfestellen helfen Ihnen gerne weiter.

• Sind sie Opfer eines sexuellen Übergriffes geworden? Dann melden Sie sich bitte unverzüglich beim Zentrum für sexuelle Gesundheit (männliche Opfer bitte auf jeder Notaufnahme).

• Kinder, die häusliche Gewalt erleben, sind erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt und fühlen Angst, Mitleid, Erstarrung und Hilflosigkeit. Auch wenn ein Kind nicht selbst Ziel der körperlichen oder psychischen Attacken ist, ist es immer davon betroffen. Gewalt zwischen den Eltern oder Erziehungsberechtigten zu erleben, stellt für Kinder und Jugendliche in jedem Fall eine Form der psychischen) Gewalt dar. Bei der Kinderschutzgruppe des Kinderspitals Bern erhalten Sie unverbindlich Hilfe, damit es dem Kind in dieser schwierigen Situation besser geht.

• Sind Sie manchmal gewalttätig oder haben Sie Angst, nächstens Gewalt anzuwenden? Fühlen Sie sich in Konflikten mit einer Ihnen nahestehenden Person ohnmächtig?
Bei folgenden Stellen finden Sie Hilfe: Gewaltberatung - das Lernprogramm gegen Gewalt in Ehe, Familie und Partnerschaft und Fachstelle Gewalt, Bern

 

Gesundheitsfachpersonal

Der Umgang mit Gewaltbetroffenen ist für Gesundheitsfachpersonal immer wieder eine Herausforderung. Die Broschüre „Häusliche Gewalt erkennen, dokumentieren und behandeln“ leitet Gesundheitsfachpersonen zu einem strukturierten Vorgehen bei (Verdachts-)Fällen häuslicher Gewalt an und gibt einen Überblick über die Problematik (Definition, rechtliche Situation, besonders gefährdete Menschen, wichtige Adressen). 
Die Informationsblätter des Fachbereichs Häusliche Gewalt  des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann beleuchten in kurzer Form verschiedene Aspekte des Themas häuslicher Gewalt.

Menschenhandel

Die Opfer von Menschenhandel lassen sich oft nicht von Betroffenen öffentlicher oder häuslicher Gewalt unterscheiden, da die Täter oft in diesem Umfeld angegeben werden.
Wie ein potentielles Opfer identifiziert werden kann, zeigt eine schweizweite Kampagne der Fedpol auf. 
Das Vorgehen in einem Verdachtsfall ist besonders schwierig, ist doch das Opfer wie auch die Verwandtschaft in akuter Gefahr und finanzieller Abhängigkeit.

Auf Menschenhandel spezialisierte Fachstellen:
FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration

Act212, Nationale Meldestelle gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung