Telenotfallmedizin, Digital Health und klinische Simulation

Forschungsschwerpunkte

Die Art und Weise, wie Patienten in der Notfall- und Akutmedizin behandelt werden, ist einem raschen Wandel unterworfen. Lern- und Arbeitsprozesse in der Akutmedizin werden durch digitale Hilfsmittel verändert und der Umgang sowie die Chancen und Gefahren sind oft unklar und erfordern eine Schulung. Ärzte wachsen heute im digitalen Zeitalter mit Smartphones, Apps und intelligenten Geräten auf und nutzen diese im Alltag. Die erlernten und angewandten Fähigkeiten sind jedoch noch unzureichend und nur teilweise auf den täglichen Gebrauch in der medizinischen Arbeit mit Patienten übertragbar.

Der Wechsel von der wissensbasierten Ausbildung zu einer prozessorientierten Ausbildung und klinischen Arbeit: Vom Lehrbuch zu Dr. Google.

In der medizinischen Ausbildung hat ein Wechsel der wissensbasierten Ausbildung zu einer prozessorientierten Ausbildung und klinischen Arbeit stattgefunden.
Die Integration von Entscheidungshilfen und Smartphone-Apps als Medizinprodukte in den Alltag eines Akutmediziners ist eine Tatsache. Es gibt ein ganzes Spektrum der Tele-Notfallmedizin: Von Algorithmus-basierten Anwendungen bis hin zur video-ärztlichen Fernbehandlung.
Die Telemedizin, d.h. die Notfallfernbehandlung von Patienten, kann den Zugang zur Notfallbehandlung in der Notfallmedizin verbessern und dazu beitragen, Spezialisten an die Peripherie zu bringen und den Ärztemangel auf dem Land zu verringern.
"Künstliche Intelligenz" ist ein Schlagwort in allen Medien. Anwendungen von Algorithmen der künstlichen Intelligenz im Rahmen von "Entscheidungshilfen", aber auch Anwendungen des maschinellen Lernens in der Bilderkennung und Verarbeitung von Lebenszeichen / Laborwerten werden zunehmend wichtiger.

Forschungsziele

  • Erforschung der Chancen und Risiken technologischer Innovationen.
  • Untersuchung der Möglichkeiten der Integration digitaler Kompetenzen in die Ausbildung eines Notfallmediziners.
  • Erforschung des Einsatzes digitaler Technologien in der Notfallmedizin, z.B. Virtual-Reality-Simulationstraining, Entscheidungshilfen.
  • Erforschung der Anwendungen des maschinellen Lernens in der Notfallmedizin und seine Grenzen, Möglichkeiten und ethischer Implikationen.

Projekte und Kompetenzen

  • Ansprechpartner für Industrie und Politik im Bereich eNotfallmedizin
  • Verankerung von Digital Health im Medizinstudium der Universität Bern: Vorlesung und Seminare «eEmergencyMedicine» Universität Bern (6. Studienjahr) und Curriculum «Digitalisierung in der Medizin» (3. Studienjahr)
  • Ausbildung in der Telenotfallmedizin, z.B. telemedizinischer Untersuchungskurs
  • Aufbau einer Telemedizinischen Notfallplattform am Inselspital
  • Evaluation der Diagnostic Accuracy von Telemedizinischen Diagnosen und Triage
  • Erforschung der Einflüsse von digitalen Hilfsmitteln in der Diagnosefindung auf Outcomes und Prozesse
  • Virtual Reality in der simulation-based Education und notfallmedizinischen Therapie
  • Organisation und Durchführung Schweizer Kongress für Telenotfallmedizin und Digitalhealth.

Universitäre Kooperationen

Digitale notfallmedizinische News aus aller Welt

www.enotfallmedizin.ch